Wer ist der Zielkunde?
Wie auch in den klassischen Marketing- und Vertriebsstrategien, ist im Internet der Zielkunde klar zu definieren. Auf Grund der weltweiten Verfügbarkeit der im WEB veröffentlichten Informationen und Leistungen, müssen folgende Fragen bei der Implementierung der Web-Präsenz berücksichtigt werden:
Geografie
Entschieden Sie, in welchen Ländern Sie Ihre Firma / Produkte präsentieren wollen. Zuerst muss natürlich dann die Präsenz in der jeweiligen Landessprache vorliegen. Wahlweise können die Web-Inhalte in verschiedenen Sprachen übersetzt und im WWW veröffentlicht werden. Durch diesen anfallenden Mehraufwand leidet eventuell die Flexibilität und die Aktualität des Web-Angebotes. Sicher ist, wenn Sie Ihre Kunden im deutschsprachigen Raum suchen, dann starten Sie mit deutschsprachigen Web-Seiten - und wenn möglich - auf einem Web-Server in Deutschland (CH oder A). Vergessen Sie nicht Ihre Web-Seiten auf den lokalen "Suchmaschinen" zu veröffentlichen.
Benutzerprofile
Erstellen Sie ein Benutzerprofil über Ihre potentiellen Kunden und bieten Sie dem richtigen Benutzerkreis die richtigen Informationen an. (z.B. das Management will Firmeninformationen, Techniker sind an Produktdetails interessiert und Schüler/Studenten wollen Spaß und Unterhaltung, usw.). Beispiele einiger Klassifizierungen, welche bei der Findung der Zielgruppe hilfreich sind:
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Entscheidungsträger (wer entscheidet über den Kauf)
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Antragsteller (wer hat den Bedarf an dem Produkt, wer beinflusst die Entscheidung des Kaufs, wer unterstützt den Kauf usw.)
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Aufgabengebiete (z.B. Berufsbezeichnung, Position im Unternehmen)
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Altersstrukturen, Sprache, Ausbildung, Studium, Interesse usw.
Vertriebskanäle
Prüfen Sie, ob in den einzelnen Regionen geeignete Vertriebkanäle vorhanden sind oder ob Sie eventuelle Anfragen und Aufträge direkt aus der Zentrale bearbeiten können. Rechnen Sie damit, dass Sie auch Anfragen aus Ländern erreichen, welche Sie nicht bedienen können. Hierzu sollte zumindest die Vorgehensweise vorab definiert sein um Überraschungen zu vermeiden. Seien Sie ebenfalls darauf vorbereitet, wenn viele Anfragen / Aufträge eingehen und überlegen Sie im Vorfeld wie Sie diese geschickt weiter verarbeiten können. Das gleiche gilt natürlich, wenn weniger Aufträge eingehen als geplant - setzen Sie Schwerpunkte und starten Sie mit einem klaren Fokus.
Einbindung von lokalen Partnern
Haben Sie Partnerunternehmen in anderen Geografien im In- und Ausland, dann binden Sie deren Adresse und Leistungen (inkl. Web-Adresse, wenn vorhanden) in Ihre Seiten ein. Informieren Sie Ihre Partner, dass sie eventuell von Interessenten auf Ihre Web-Informationen angesprochen werden. Befinden sich Ihre Partner im internationalen Umfeld, so sollten Sie über eine mehrsprachige Präsenz, welche im Inhalt auf die einzelnen Länder angepasst sein sollte, nachdenken.
Der Außendienst, Unterlieferanten und Partner
Für Ihre externen Mitarbeiter (z.B. Vertrieb, Kundendienst, Monteure usw.), Unterlieferanten und Partner, sollte Sie einen speziellen Bereich im WWW vorsehen, um ihre Supportleistungen und firmeninterne Informationen (z.B. Produktspezifikationen, Preise usw.) effizient anbieten zu können. Hierzu ist natürlich ein geschützter (über Kennwörte, Benutzernamen usw.) Web-Server zu betreiben.
Orientieren Sie sich an Ihren (internen und externen) Zielkunden und optimieren Sie Ihre Online-Marketing Strategie in Einklang mit bestehenden Marketing- und Vertriebsstrategien. Damit lässt sich der im Internet zwangsweise vorhandene Streueffekt etwas minimieren.
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